Ende April / Anfang Mai haben wir eine Rundfahrt mit Ziel Mazedonien gemacht, da wir dort Freunde habenbdie wir im Jahr zuvor auf Jamaika kennen gelernt haben. Der Darko und die Biljana fallen definitiv in die Kategorie „Having friends with the same mental disorder as you … priceless“.

Also haben wir unseren kleinen, zarte 18 Jahre alten, Polo gepackt und ihm eine Rundfahrt von 4000 km (exakt! – wir sind extra noch 20 km hinter Innsbruck gefahren damit es 4000 werden…) angetan. Man beachte die nunmehr einsatzbereite Campingbox, die ich an anderer Stelle auf der Homepage beschrieben habe. Ja, man kann in einem Polo zu zweit (fast bei meinen 1,95) ausgestreckt schlafen, denn wir haben es gemacht.

Es ging in 3 Tagen von Österreich nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien nach Mazedonien, dort verbracht wir 4 schöne Tage dank unserer grandiosen Gastgeber und dann ging es wieder retour über Serbien, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Italien und natürlich Österreich in ebenfalls 3 Tagen.

Die Reise war einfach der Hammer. Wir haben schönes, schiaches, verwunderliches, abstruses, faszinierendes und so viel mehr gesehen. Jedes der Länder hatte seine Reize und ich würde die Reise sofort wieder machen.

Außerdem war es auch ein handfestes Abenteuer, wo wir an unsere Grenzen gekommen sind. Unser kleiner Polo hat unterwegs einmal gebrannt(!) und ein Radlager (eventuell noch andere Bauteile, da aktuell noch unrepariert) ist einem heftigen Schlagloch zum Opfer gefallen. Für den Brand konnte der Kleine nichts – der Auspuff (Mitteltopf) hat auf den unzähligen Schlaglöchern in Bulgarien einen abbekommen und da der Mitteltopf Beifahrerseitig generell zu nahe am Bodenblech ist, haben ausströmende heiße Gase in einer langen Bergpassage dazu geführt das sich der Teppich der Mittelkonsole hinter der Handbremse entzündet hat. Wir hatten Gottseidank einen Feuerlöscher dabei (Die Serben haben Augenscheinlich einen Grund warum das bei denen Gesetz ist einen dabei zu haben.).

Die Fahrt zwischen Sarajevo und Mostar war einfach wunderschön, da es dort faszinierende Bergformationen hat. Die Küstenstraße in Kroatien war ein Traum und Tempo 40 auf der Autobahn, weil wir in einen Bora geraten sind ebenso abenteuerlich wie eine Gebirgspass Fahrt auf einer einspurigen Straße um 12 in der Nacht, weil uns unser Navi insgeheim vermutlich umbringen will, weil es eine verkappter Axtmörder(in) ist. Aber nur so hatten wir gelegenheit 6 Wildpferde, 3 Feldhasen, 5 Frösche und 12 Feldmäuse zu sehen. Alle auf der Fahrbahn. Danke Susi (so haben wir das Navi getauft.) und danke Osram für die Erfindung der Nightbreaker. Ihr habt viel Wildleben gerettet.