Nun ist ein alter Voyager als Basis für einen kleinen Camper eine durchaus ungewöhnliche Wahl. In deutschen Foren werden fast immer alte MB Kurzhauber (x08 , Sprinter) favorisiert oder auch die VW LTs verschiedener Baujahre, und wenn es etwas kleiner sein soll trifft man auf verschiedene ältere Jeeps, Station Wagon und Hochdach Kombis – ja nach Budget und Bedarf.

Selten bis gar nie wird man dagegen einen Voyager finden. Meine erste Wahl war er auch nicht, eher eine Liebe auf den zweiten Blick. Wird dem Wagen doch eine geradezu sagenhafte Unzuverlässigkeit nachgesagt. Das stimmt nur bedingt. Und der Spritverbrauch, ja der Spritverbrauch…  Dabei hat er ein schlechteres Image als er es verdient.

Der Voyager fährt sich tendentiell wie ein PKW. Leider tun es viele daher auch, vergessen dabei aber dass sie ein 2,1 Tonnen schweres Fahrzeug bewegen, mit Zuladung und Passagieren sind auch 2,5 Tonnen gleich erreicht. Die großen 6 Zylinder werden kalt getreten was das Zeug hält, weil sie gerade in der 3,8 Liter Version auch durchaus Bums haben und damit unterschreibt man auch gleich das Todesurteil seines Schiffs oder reserviert sich zumindest einen Dauerplatz in der Werkstatt.

Nur weil man dem Voyager die Sporen geben kann, sollte man es nicht  tun – sondern nur wenn man es wirklich braucht. Voyager fahren heißt gleiten. Dazu ist er geschaffen. Autobahn, Tempo 110 oder 120, Tempomat setzen und fertig. Und schon fährt der „Spritfresser“ mit eingeschaltener Klima bei 12,5 Liter und dass ist bei der Größe und dem Gewicht eigentlich nicht sehr viel.

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